Astrologie Akademie

 

 

GLASHAUS

                                                                                               von Silke Mader
 
Mit der sauberen Durchsichtigkeit von Glashäusern assoziieren viele Menschen eine gewisse Ästhetik -, man denke z.B. an die gläserne Eingangspyramide des Louvre. Doch zu viel Durchsichtigkeit ist der Feind der Humanität, denn den Menschen unterscheidet nun einmal vom Tier, dass er sich bewusst performativ und gestaltend präsentieren möchte. Folgt man z.B. der Theorie des Mimesistheoretikers René Girard, so erweist sich die Performanz für die Menschheit sogar als ein lebensnotwendiger Raum, da der kreative Selbstausdruck (den Girard anfänglich am Paradigma archaischer Kulturen analysierte) den vielleicht wesentlichsten Weg der Aggressionssublimierung darstellt. Sobald wir also jederzeit ungefragt in unseren privaten Räumen beobachtet und eingesehen werden können, ohne die Chance einer bewussten Präsentation gegenüber dem verborgenen Blick der Satellitenkamera, so laufen wir Gefahr, um das gebracht zu werden, was das tiefste Wesen des Menschseins sowie der menschlichen Ethik kennzeichnet: Die freie Reflexion auf das Wie unserer Selbstdarstellung. In Folge lauert aus dieser Verdrängung die Gefahr einer schleichenden Brutalisierung und Verrohung der Menschen, ohne dass der eigentliche Hintergrund hierfür einem Teil der Menschheit überhaupt ins Bewusstsein dringen könnte.
  
Dennoch wurde der Kreis derjenigen, die für das Netz der illegalen Satellitenüberwachungsanlagen freigeschaltet worden sind, in den letzten Jahren immer größer. Funktioniert diese Technologie doch denkbar einfach: Auf dem PC stellt sie sich als ein simpler Link dar, ähnlich wie z.B. „Google Earth“, das wir alle kennen - und sie funktioniert auch ganz vergleichbar. Wenn man hier allerdings eine Adresse oder eine Telefonnummer eingibt, so weisen die Satellitenkameras den Weg zu dem angefragten Ort nicht nur in Echtzeit und mit Livebildern auf dem PC, sondern blicken auch in die Räume von Wohnungen und Häusern. Wer sich das nicht vorstellen möchte, der bedenke bitte, dass z.B. Weltraumteleskope noch Lichtjahre entfernten Staub analysieren und durchleuchten. Das Militär hatte früh damit begonnen, solche Technologien auch für die Einblicknahme auf der Erde zu nutzen und daher können Satelliten schon seit einer geraumen Weile auf der Erde sogar noch wesentlich mehr, als nur durch Mauern zu blicken. Für diejenigen, die im Augenblick noch glauben möchten, es bedürfe einer Kamera oder zumindest der Webcam eines PCs vor Ort, um die Einblicknahme in Räume zu ermöglichen, wäre es jedoch viel zu schockierend, hier das ganze Ausmaß dieser Technologie der Einsichtnahme darzustellen......
  
Wobei diese Angst vor dem Wissen um den totalen Verlust der Privatsphäre verständlich ist! Denn wer möchte schon wie ein Tier behandelt werden, dem jegliche menschliche Scham fremd zu sein hat. Juristisch ist diese geöffnete Büchse der Pandora ohnehin nicht zu rechtfertigen, gilt die unbegründete Einblicknahme in fremde Wohnungen doch zumindest in Deutschland als eine Straftat, die - je nach Ausmaß - sogar mit Gefängnis geahndet werden kann. Allein die Pharmaindustrie würde sich mit einem Dschungel millionenschwerer Schadensersatzklagen und hohen Gefängnisstrafen konfrontiert sehen, würde auffliegen, was in den letzten Jahren so alles illegal beobachtet worden ist. Doch nicht nur die Pharmaindustrie. Denn wer genau weiß, was der Konsument in seinen vier Wänden tut, der hat wirtschaftlich nun einmal stets die Nase vorn. Eben deshalb sind längst alle Industriezweige involviert bis hin zu Hollywood und den Medienschaffenden aller Länder. Welche stets hohen Bedarf an Ideen und Inspiration haben, sobald es darum geht, möglichst authentische Identifikationsfiguren zu schaffen. Denn im Detail steckt der Erfolg bei den Massen – in den kleinen, scheinbar nebensächlichen Gewohnheiten, welche die Menschen in ihren Wohnungen ausleben und vielfach teilen. Doch auch die einfacheren Geschäftsleute ebenso wie Hochschulprofessoren, Lehrer, Ärzte, Bankiers, Politiker jeder Couleur oder Handwerker haben „gute Gründe“, wenn sie sich um den illegalen Zugriff bemühen – und sei es auch „nur“, weil sie z.B. ihre Kunden, Schüler, Studenten oder Nachbarn und Freunde jederzeit kontrollieren und beobachten möchten. Der kleine Mann ohne besondere Intelligenz fühlt sich seit jeher dann sehr stark, wenn er mittels einer Technologie oder einer besonderen Autorisierung mehr Macht als die Anderen ausleben kann. Zu dieser Macht gehören übrigens auch Titel, Orden, geheime Privilegien und „Sonderaufgaben“, die das gleiche Netzwerk gerne verteilt, welches auch die illegale Satellitenüberwachung (d.h. hier: die beliebige Einblicknahme in fremde Wohnungen) zugänglich macht.
  
Welches "Netzwerk"? Es geht hier nicht um jene Verschwörungstheorien, die keineswegs zufällig mit immer absurderen und glorifizierenderen Bildern seit einigen Jahren die Medien fluten und mittlerweile sogar als Vorlesungsreihen an den Universitäten geführt werden – die Erblindung gezielt verstärkend für das, was tatsächlich geschieht. Denn in den letzten Jahren haben die explodierenden Energiekosten und Mieten immer mehr Menschen aus Existenzangst in die Netzwerke der Logen und Rotarier (Service) Clubs getrieben, wo viele dann für absonderliche Kontroll- und Überwachungsdienste ihnen lebenswichtige "Privilegien" erhalten. Für jemand, der ernsthaft in Sorge ist, er könne seinen Kindern keine Zukunft mehr ermöglichen, bieten diese Logen und Clubs scheinbar verheißungsvolle Perspektiven –, auch wenn der zu zahlende Preis, die Aufgabe der eigenen Freiheit, viel zu hoch ist. Viele stellen sich die Mitarbeit ferner im Vorfeld idyllischer vor, als sie sich dann letztlich erweist. Denn wer sich keine Rotariermitgliedschaft leisten kann oder das zweifelhafte „Glück“ hat, z.B aufgrund seiner Sachbearbeitertätigkeit in einem Ministerium, einem Pharmaunternehmen oder von einem anderen Konzern „in eleganter Weise“ für die lukrativen Überwachungsdienste angeworben zu werden, dem bleibt nur das primitive „Hose-runter-lassen“ vor der Sekte der Bürgerloge - auch „Bruderschaftler“, „Familie“, „Netzwerkler,“ „Handshaker“ oder, mystifizierend, von sich selbst „Freimaurer“ genannt. Mit Eintritt in die Loge gibt man das in unserem Grundgesetz verankerte Recht auf Privatsphäre ab und erlaubt seinen Mitbrüdern und –schwestern, dass man von diesen nun jederzeit und beständig kontrolliert werden kann.(1) Was ursprünglich einmal nur symbolisch gemeint war, ist dabei heute – auch aufgrund der technologischen Möglichkeiten - bitterer Ernst geworden: die totale Kontrolle bis unter die Bettdecke und ins Badezimmer hinein. Man ist aufgrund der oben beschriebenen Technologien gut organisiert bei den Brüdern, so dass hier keiner der Überwachung mehr entgeht. Und dass man „nebenher“ längst dazu übergegangen ist, auch die Anderen gleich ungefragt mit zu beäugen? Das stört in der Loge logischerweise niemanden! Auch ehemalige Stasimitarbeiter fanden während der letzten beiden Jahrzehnte in den hier erwähnten Netzwerken übtigens schöne Aufstiegsmöglichkeiten und gute Bedingungen, ihre Bedürfnisse auszuleben.
  
Vieles an der Struktur der heutigen Sektenbruderschaften erinnert dabei jedoch auch ein wenig an die Anfänge des dritten Reiches. Denn auch damals hat man sich gerne mit mystischer Religiosität geschmückt, um Mitglieder zu gewinnen oder sich die Aura des Anständigen geben zu können. Auch damals waren die Hochschulprofessoren ganz vorne mit dabei, als es darum ging, mittels dieser Gruppierung Privilegien und Gelder einzuheimsen - und auch damals war es selbstverständlich, dass gut dotierte Stellen auf allen Ebenen der Gesellschaft bald nur noch an diejenigen vergeben werden durften, die sich als „gesinnungstreue Mitglieder“ ausweisen konnten. Doch eben diese neue Form der Vergabe privilegierter Posten oder Großaufträge ist es ja gerade, welche die Logen heute so attraktiv für Menschen mit Existenzangst macht: Denn wer im Netz der „Handshaker“ bereit ist, die Aufgaben, die der Ranghöhere vorgibt, kritiklos umzusetzen und seinen Brüdern jederzeit zu Diensten zu sein – der kann aufgrund der Dichte des Netzwerkes heute an allen staatlichen Institutionen (Schulen und Hochschulen inbegriffen) sowie in den meisten großen Konzernen, in allen Parteien, in vielen Vereinen ebenso wie innerhalb der Jusitz oder bei Verhandlungen mit einfacheren, mitgliedstreuen Geschäftspartnern mit nicht unerheblichen Vorteilen rechnen. Sei es das begehrte Stipendium für die Tochter, die bessere Schulnote im Abitur für den Sohn, der etwas geringere Krankenkassensatz oder der Bankkredit, den man normalerweise nicht erhalten hätte: Als treues Logenmitglied ergattert man an den verschiedensten Stellen sogenannte „Privilegien“. Das Synonym für diese Struktur der Vorteilsnahme lautet freilich „Korruption.“
  
Deutschland bzw. Europa ist mittlerweile komplett korrumpiert von einem Netzwerk der Logen und Clubs, das akribisch darauf achtet, an allen wichtigen Schnittstellen und Führungspositionen der Gesellschaft bis hin zur Leitung der etablierten Sportvereine Mitglieder einzuschleusen oder anzuwerben. Auch neuen Parteien, wie z.B. die Piratenpartei, werden sofort systematisch von strategisch eingeschleusten Logenbrüdern unterlaufen. Gerade bei der Piratenpartei kann man diese Übergriffe übrigens zur Zeit sehr schön beobachten! So stelle man einfach einen Hinweis, der inhaltlich nicht den aktuellen Logenvorgaben entspricht, ins dortige Forum (z.B.: „Die Fernsehsteuer ab 2013 ist illegal.“ oder: „Man benötigt keine Kamera oder Webcam vor Ort, um in Räume blicken zu können“!) und prüfe dann selber, was geschieht. Gleich Piranjas stürzen sich die jungen Brüder sofort auf Dich, wobei deren Strategie stets die Gleiche ist: Zunächst wird einem eisig und lapidar erklärt, dass man keine Sachkenntnis hätte. In einem zweiten Schritt verkündet der jeweilige Angreifer dann zumeist wortreich die eigene Meinung. Indem gleich mehrere solcher wortreicher, negativer Kommentare auf einen unerwünschten Eintrag geschrieben werden - wobei auch die kurzen Beiträge auf jeden Fall ein freches: „Das ist inhaltlich falsch“ enthalten -, erhofft man, einen bestimmten Kenntnisstand bei der öffentlichen Meinung zu erzeugen. Übrigens ist der Satz: „Du bist wirr“, „Du bist verwirrt“ geradezu ein Code der Brüder und Schwestern untereinander für: „Du bist kein Mitglied.“!
 
Indem die „Netzwerkler“ für solche Dienste innerhalb der Logen und Clubs über korrupte Vorteile und Privilegien stets bezahlt werden, sind sie natürlich in einem Vorteil gegenüber den „normalen Menschen“, die ihre eigene Meinung politisch äußern möchten und hierfür ihre Freizeit opfern. Solche Bezahlung innerhalb des Netzwerkes sind z.B. Urlaubsboni, Geschäftsaufträge, Stipendien bis hin zu Beförderungen – je nachdem, wieviel Engagement man an Unterstützung für die Loge eingebracht hat. Daher betonen die Logen ja auch zynisch, jeder sei frei, sich bei ihnen das zu holen, was er benötige….. Der Außenstehende denkt aufgrund der religiösen Aufmachung vieler Logen bei dieser Aussage freilich zunächst, es ginge um philosophische Inhalte!
Kaum muss man da noch erwähnen, dass derart korrupt beförderte Kandidaten später vielerorts auf Stellen sitzen, die sie gnadenlos überfordern. Sämtliche Hochschulleitungen in Deutschland sind dennoch schon seit langem das Ergebnis derartiger Strukturen, und leider hat man in den letzten beiden Jahrzehnten auch verstärkt damit angefangen, die Rektorenposten der Schulen ähnlich zu besetzen. Sobald es hingegen darum geht, eine Funktion gezielt zu schwächen, werden ganz junge Logenmitglieder gleich Phönix aus der Asche nach oben gehieft: Man betrachte z.B. einige unserer äußerst jungen Minister, bei denen viele Mitbürger entsetzt den Kopf schütteln, wenn sie diese über die Medien sehen oder hören müssen. Derart besetzte Posten geben jedoch gut zu erkennen, in welchen Bereichen die Logen und Clubs zur Zeit die größte wirtschaftliche Angst vor Veränderungen haben – oder wo man völlig absurde Entwicklungen anstrebt.
  
Um eine Vorstellung von der Dichte des aktuellen Netzwerkes zu erhalten, führe ich hier die immense Liste an, die ich erhalte, wenn ich im Umkreis von 50 km der Postleitzahl 13409 Berlin nur nach Anlaufstellen für „bürgerliche Interessierte“ frage. Rotarier oder noch privilegiertere (teurere) Clubs also nicht inbegriffen:
  
Zu den drei Lilien (Mat. Nr. 648)
Zu den Alten Pflichten (Mat. Nr. 657)
Zum Goldenen Schiff (Mat. Nr. 68)
Zum schwarzen Adler (Mat. Nr. 699)
Zum flammenden Stern (Mat. Nr. 62)
Friedrich zur lichten Höhe (Mat. Nr. 619)
Avantgarde (Mat. Nr. 1011)
Ring der Ewigkeit (Mat. Nr. 615)
Friedrich der Große - O - Prometheus (Mat. Nr. 618)
Aufwärts (Mat. Nr. 709)
Zum Pegasus (Mat. Nr. 71)
Zur Beständigkeit (Mat. Nr. 95)
Zur Werkstatt (Mat. Nr. 979)
Gustav Stresemann (Mat. Nr. 1028)
Berlin 46 Outpost (Mat. Nr. 895)
Zur Verschwiegenheit (Mat. Nr. 88)
Zum Todtenkopfe und Phönix (Mat. Nr. 73)
Phoenix (Mat. Nr. 847)
Zu den drei Seraphim (Mat. Nr. 86)
Zur siegenden Sonne (Mat. Nr. 580a)
Am Berge der Schönheit (Mat. Nr. 581a)
Blücher von Wahlstadt (Mat. Nr. 296)
Zur Eintracht (Mat. Nr. 29)
Victor zum goldenen Hammer (Mat. Nr. 307)
Zur siegenden Wahrheit (Mat. Nr. 185)
Friedrich Wilhelm zur gekrönten Gerechtigkeit - Pythagoras zum flammenden Stern
(Mat. Nr. 184)
Zum Pilgrim (Mat. Nr. 107)
Zum Goldenen Pflug (Mat. Nr. 108)
Urania zur Unsterblichkeit (Mat. Nr. 183)
Kurfürstin Luise Henriette (Mat. Nr. 534, Entfernung: 4,23 km)
Friedrich Wilhelm zur Morgenröte (Mat. Nr. 370)
Galilei zur ewigen Wahrheit (Mat. Nr. 516)
Germania zur Einigkeit (Mat. Nr. 529)
Excelsior zum Spiegel der Wahrheit (Mat. Nr. 532)
Zur Treue (Mat. Nr. 428)
Drei Lichter im Felde (Mat. Nr. 513)
Friedrich Ludwig Schroeder (Mat. Nr. 506)
Victoria (Mat. Nr. 492)
Bruderbund am Fichtenberg (Mat. Nr. 477)
Harmonia zur Treue (Mat. Nr. 496)
Stern von Sanssouci (Mat. Nr. 751)
Teutonia zur Weisheit (Mat. Nr. 236)
Minerva (Mat. Nr. 59)
  
Dies sind nur die einfachen Logenzentren für die einfachen Bürger im unmittelbaren Umkreis von 13409 Berlin! Man beachte ferner die Namen dieser Logen – und es ergreife einen das Gruseln: „Germania“, „Bruderbund“… „Zur Verschwiegenheit“. Mich erstaunt daher, dass der Verfassungsschutz noch nicht aufgemerkt hat. Doch folgt man der Argumentation der Mitglieder selbst, dann stellen diese Clubs aufgrund ihrer flächendeckenden, strukturellen Möglichkeiten der Einflussnahme ohnehin den Verfassungsschutz. („Wir sind der Verfassungsschutz!“) Ein weiterer Grund für Beobachtung wäre jedoch gerade die nachvollziehbare und überprüfbare Systematik, mit der die Logen und Clubs die staatlichen Systeme geradezu „fluten“. Sogar Hausverwaltungen werden systematisch von ihnen als Mitglieder angeworben, damit die Kontroll- und Sicherheitsbedürfnisse lückenlos ausgelebt werden können. Intern nennen sich die Freimaurer dabei tatsächlich „Beamte“ (es gibt hierfür eine Art Orden, den sie sich anheften), und es ist kein Zufall, dass in den letzten 15-20 Jahren die echten Beamten systematisch in Deutschland abgebaut worden sind. Denn mit den Intentionen des echten Beamtenstatus, der den Repräsentanten des Staates Unbestechlichkeit, Unabhängigkeit und Fairness im Denken und Handeln ermöglichen soll, hat die Freimaurersekte, die es sich zum Endziel gesetzt hat, weltweit die Demokratien zu unterlaufen, nichts im Sinn.
 
Zum Abschluss noch ein letztes Beispiel „aus der Schule“, weil wir diesen Bereich alle persönlich kennen. In bestimmten Städten, wie z.B. der früheren Bundeshauptstadt Bonn oder dem „Logenherz“ Frankfurt a.M., gab es schon vor vielen Jahrzehnten staatliche Schulen, an denen Rektoren gemeinsam mit einigen ihrer Lehrerinnen und Lehrern begeisterte Bruderschaftler oder Rotarier waren. „Logenkindern“, d.h. Schüler mit Eltern der gleichen Mitgliedsschaften, konnten so an staatlichen Schulen nicht unerhebliche Vorteile ermöglicht werden. Aufgrund der neuen Dichte der Logen und Netzwerke in der heutigen Zeit, an denen sich mittlerweile eben auch verstärkt LehrerInnen beteiligen, werden Kinder von Nichtmitgliedern heute immer öfter in vielen Städten und Ortschaften mit spürbareren Nachteilen konfrontiert, sobald es relevant wird: Bei den Zeugnis- und vor allem den Abiturnoten erhält das Logenkind zwingend Bevorzugungen und Privilegien (so weit möglich), und auch beim anstehenden Bühnenauftritt oder bei Gutachten wird es von „Mitbrüderlehrern“ privilegiert ausgewählt oder mit ganz anderen Kategorien bewertet. Ähnliches gilt auch für den Wunsch, dass ein Kind eine Klasse überspringen soll, da es sich langweilt. Handelt es sich um ein begabtes „Logenkind“, und ist der Rektor ebenfalls Mitglied, dann wird ein solcher Schritt für die Eltern leicht durchzuführen sein. Ein Kind ohne besonderen Netzwerkhintergrund muss hingegen heute noch besondere Hochbegabtenleistungen zeigen (oftmals reicht noch nicht einmal dies), um privilegierte Förderung erhalten zu können. Denn der Gruppe voran zu stehen, Preise und Orden einzuheimsen – das sind nun einmal Erfahrungen, welche die Logenkinder möglichst früh machen sollen, und die diesen nach Möglichkeit auch allein vorbehalten bleiben sollen! Denn sie werden es sein, welche der Gesellschaft später voran stehen und diese leiten. So denkt sich das zumindest die Loge ebenso wie der Rotarier Club!
 
Es gäbe zu diesem Thema noch viel zu berichten, und das wird auch geschehen. So bedürften z.B. die seit vielen Jahrzehnten fest gefahrenen Logen- und Clubstrukturen der Hochschulen einer genauen Analyse (mit anschließender Strafverfolgung). Denn die Summen werden immer höher, welche über diese Kanäle veruntreut werden. Grundsätzlich sollte man hellhörig werden, sobald die Worte „Elite“ und „Exzellenz“ auftauchen, da diese Begriffe geradezu synonym für „Logengedöns“ und die Veruntreuung immenser Fördermitteln stehen. Eine authentische Elite ist ferner aktuell an den Hochschulen bereits rein formal gar nicht mehr möglich. Denn insbesondere an den gut frequentierten Fachbereichen schafft es seit ca. 15 Jahren niemand mehr, der nicht zumindest über seine Familie, die notwendigen internen Mitgliedschaften vorweisen kann, in eine Anstellung am universitären Mittelbau. Die Stipendien und Fördermittel sind dort, wo hinreichende Bewerber vorhanden sind, sowieso ausschließlich innerhalb des „Verbundes“ auszuzahlen. Denn Titel und akademische Grade sind der Logen wichtigste Attribute! Ärgerlich dabei nur, dass es gar nicht so einfach für das durchschnittliche Logenkind ist, das z.B. gerade zum Juniorprofessor „belobigt“ wurde, dem täglichen Lehrbetrieb standzuhalten. Noch gravierender als der korrupte Umgang mit dem Geld erscheint daher heute der Ideendiebstahl! Denn nur so können die „Brüder“ oder Rotarier sich selbst und ihren nur durchschnittlich intelligenten Angehörigen das Überleben im Hochschulbetrieb überhaupt ermöglichen. Schon vor dem Zeitalter des Internets gerhörte es unter den Dozenten zum gut „brüderlichen“ oder „schwesterlichen“ Ton, dass man Kopien der nur mit „gut“ oder schlechter bewerteten Seminararbeiten von fleißigen Studenten an Kollegen anderer Städte oder gar Länder weiter reichte. Die damaligen Seminararbeiten waren noch sehr lang, ausführlich und inhaltslastig im positiven Sinne, da Studierende oftmals ein ganzes oder sogar zwei Semester Zeit hierfür investierten und sich somit viele engagierte Ideen, Analysen und neuwertige Literaturverweise erarbeiteten. Mit einer nur durchschnittlichen Zensur versehen landeten solche Texte später dann trotzdem nur in der Schublade des Urhebers. Ein Student hatte daher keine Chance herauszufinden, dass seine Seminararbeit vielleicht ein, zwei Semester später in einer Vorlesung in Kiel, Freiburg, Konstanz oder gar in London oder New York zusammen mit anderen Texten versatzweise oder gar in großen Auszügen von einem ihm unbekannten Professor „verwurstet“ wurde. Das gleiche gilt natürlich auch für nicht publizierte Magisterarbeiten oder abgelehnte Dissertationen, etc.
 
Heute hat sich das System des "Ideenklaus" verändert. Dieser findet früher statt, nämlich direkt auf dem PC und wird wesentlich systematischer durchgeführt. Hat sich ein Nichtmitglied dabei gar als lukrativ hinsichtlich bestimmter Themen erwiesen oder forscht jemand vielleicht an etwas Interessantem - dann machen sich bestimmte Gruppierungen sogar die Mühe, ihn rundum zu beobachten und alle Mails, alle Telefonate aber auch alle persönlichen Kontakte zu verwerten. Das ist heute sehr einfach, eingangs wurde dies bereits angesprochen. Computerviren, wie z.B. der „Bundestrojaner“, sind dabei ebenfalls hilfreich. Fliegt solcher Ideenklau dann jedoch tatsächlich einmal auf - doch normalerweise wird er eben nicht so einfältig durchgeführt wie beim berühmten Fall zu Guttenberg -, dann ertönt stets die gleiche Rechtfertigung hierfür, so dass diese fast wie ein Slogan klingt: Der Zeitgeist war es! Ist es nicht normal, dass in verschiedenen Städten oder Ländern Menschen zeitgleich auf die gleichen Ideen kommen? Wer möchte denn da Böses vermuten? Für uns Betroffene ist es hingegen schwierig zu belegen, dass Texte bereits beim Verfassen vom PC gestohlen worden sind oder Ideen aus einem Telefonat oder persönlichen Gespräch kopiert wurden....
  
Fortsetzung folgt!
 
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1) Dieses Nacktseinmüssen vor der Gruppe (z.B. beim Aufnahmeritual für die Logentätigkeit) war lange Zeit der Grund dafür, dass es kaum gemischte Logen gibt. Man hatte Angst, dass die Sexualität zu sehr ins Zentrum rücken könnte, auch wenn die seit jeher gelebte Homosexualität in den Männerlogen Teil des Systems ist. Bis zur heutigen Zeit galt diese nämlich als gutes Druckmittel, damit die Männer möglichst wenig von ihrer Logentätigkeit preisgaben. Denn das Bekanntwerden ihrer Beziehung zu einem anderen Mann hätte gesellschaftliche Ächtung zur Folge gehabt. 

 

 
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