Astrologie Akademie

 

... ein Artikel aus dem Jahre 2011

Diagnostik und Medikation des Feng Shui -

                         die „fliegenden Sterne“ im Jahre 2011

 

                                                                                                          von Silke Mader

 

In dem folgenden Artikel ist es mir ein Anliegen, die Wissenschaft des Feng Shui vertiefend darzustellen, indem ich in den Bereich der „fliegenden Sterne“ einführe. Das heißt also in jene „zeitliche Dimension“ des Feng Shui, die von der „räumlichen Dimension“ unterschieden wird. Doch was sind das – die „fliegenden Sterne“? Das Feng Shui der fliegenden Sterne beschäftigt sich mit den zeitlichen Veränderungen und Beeinträchtigungen, denen ein Gebäude oder ein Ort unterliegen kann, und erstellt hierfür „Geburtsdiagramme“ des jeweiligen Bereiches sowie Diagramme für die Zeitqualität eines Jahres oder Monats. Das solcher „Diagnostik“ zugrunde liegende Lo-Shu-Quadrat bedingt im asiatischen Raum einen geradezu immensen Bereich der „Medikation“. Denn jeder der fliegenden Sterne weist jährlich und monatlich eine neue Färbung auf, welche eine spezifische Problematik nach sich zieht. Für jeden neuen fliegenden Stern entwerfen Feng Shui Traditionsmeister daher monatlich und jährlich neue Heilmittel. Die Folge ist nicht nur, dass sich die fliegenden Sterne uns heute als recht komplexe Wissenschaft präsentieren, sondern dass sich aus Ihnen in den östlichen Ländern eben auch eine riesige „Pharma“- Feng Shui -Industrie“ entwickelt hat, die hohe Umsätze macht.

Im Folgenden zunächst die basalen Grundlagen des Feng Shui, d.h. ich vergegenwärtige die Elementelehre des Bagua (auch: Pa-Kua). Diesem werden dann im zweiten Schritt die jährlichen Lo-Shu-Zahlen zugeordnet, aus denen man dann die Lo-Shu-Quadrate für die fliegenden Sterne erstellt.

 

Die fünf Säulen des Feng Shui

Wie an anderer Stelle von mir bereits mehrfach erklärt worden ist, heißt Feng Shui übersetzt „Wind und Wasser“, da es sich mit dem Wechselspiel der mächtigsten Naturkräfte befasst. Deren gibt es im Feng Shui genau fünf: Die Erde, das Feuer, das Wasser, die Luft und das Metall. Diese fünf Elemente sind quasi die fünf „Säulen“, die das Rad des Feng Shui hervorbringen. Die ältesten Zeugnisse des Wissens um diese Energien reichen dabei bis in die Tang-Dynastie zurück, d.h. sie liegen weit über 3500 Jahre zurück. Gelingt es, sich in Harmonie innerhalb der „heiligen“ fünf Elemente zu bewegen, dann bin ich im Gleichgewicht mit dem „kosmischen Atem des Drachen“ – dem Chi. Nur wenn ich dem Chi, das stets frei in Haus und Umfeld fließen sollte, mit Respekt begegne, bleibt die Trinität von Tien, Ti und Ren (das Himmel-, Erden-, und Menschenglück) gewahrt. Genau deshalb berücksichtigen die Feng Shui Meister akribisch die alljährlichen Beeinträchtigungen, die den Fluss des Chi stören könnten, im Zusammenspiel mit den basalen räumlichen Ausformungen des Chi im achtseitigen Bagua.

Zur Erinnerung also noch einmal das Bagua mit seinen acht Bedeutungen. Dieses ist auch für uns „Westler“ sehr einfach zu verstehen, denn mit seinen vier Hauptrichtungen (Norden, Osten, Süden und Westen) und seinen vier Sekundärrichtungen (Nordwesten, Südosten, Nordosten und Südwesten) entspricht es dem westlichen Kompass. Seine eigentliche Bedeutung leitet sich allerdings aus den acht Trigrammen des I-Ging ab.

Süden – Ruhm, Anerkennung – mittlere Tochter - Feuer Norden – Beruf, Karriere – mittlerer Sohn - Wasser Osten – Gesundheit – ältester Sohn - Holz Westen – Kinderglück –jüngste Tochter - Metall Südwesten – Liebe und Ehe – Muttter - Erde Nordwesten – hilfreiche Menschen, Mentoren – Vater - Metall Südosten – Reichtum, Geld – älteste Tochter - Holz Nordosten – Ausbildung, Bildung – jüngster Sohn - Erde

Im Folgenden (für die „Neulinge“) ein kurzes Beispiel der Anwendung des Bagua, wobei ich paradigmatisch den Süden ausgewählt habe: Möchte man also in seinem Leben mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung ernten, so tut man gut daran, die Südseite seines Hauses bzw. der Wohnung zu überprüfen. Da diese dem Bereich des Feuers zugeordnet wird, aktiviert man sie am Besten mit Kerzen, Holz, roter Farbe sowie dem himmlischen Geschöpf des Phönix, der ebenfalls im Süden zu Hause ist. Toiletten, Bäder und Küchen sollten im Süden nicht untergebracht werden, da sie den Ruhm verringern! Dies aus folgenden Gründen: Die Küche sperrt die positive Energie des Südens ein (trotz des Herdes), und die Toilette gilt im Feng Shui grundsätzlich als ein unglückseliger Ort, da hier der Schmutz das Haus verlässt. Befindet sich das „stille Örtchen“ an der Südseite des Hauses, sind daher schmutziges Gerede und fehlende Anerkennung die Folge.

In der hier beschriebenen Weise kann man sämtliche Himmelsrichtungen des Bagua stärken, je nachdem ob man gerade die Partnerschaft (SW), die Finanzen (SO), die Gesundheit (O) oder aber seinen Erfolg bei Prüfungen und in der Schule unterstützen möchte.

 

Die fliegenden Sterne

Die aufgelisteten acht Himmelsrichtungen des Bagua unterliegen jährlich positiven und negativen Einflüssen, die sich Monat für Monat erneut „verfärben“. Betrachten wir zunächst einmal die fliegenden Sterne für das Jahr 2011 – dem Jahr des „goldenen Hasen“.

Um das obige Quadrat zu verstehen, muss man wissen, dass im Feng Shui jeder der acht Himmelsrichtungen sowie dem Zentrum eine Zahl zugeordnet wird. Diese sollte man übrigens auch beachten, wenn man die einzelnen Richtungen stärken möchte: So gehört zu dem Südwesten, der dem Bereich der Liebe und der Partnerschaft zugeordnet wird, die Zahl zwei. Man tut daher gut daran, alle verstärkenden Symbole hier paarweise aufzustellen. Der Norden hingegen beinhaltet die Zahl 1, so dass alle den Norden verstärkenden Symbole, wie z.B. die Schildkröte, hier nur einmal gesetzt werden. Ganz anders der Süden: Neun Kerzen oder neun andere Holzelemente bringen im Süden Glück, da dem Süden die Zahl Neun angehört:

Norden: 1 Südwesten: 2 Osten: 3 Südosten: 4 das Zentrum/die Mitte: 5 Nordwesten: 6 Westen: 7 Nordosten:8 Süden: 9

Im Lo Shu Quadrat gestaltet sich diese Anordnung grundsätzlich folgendermaßen:

Nun können wir anfangen, die in dem ersten Schema abgebildeten fliegenden Sterne für das Jahr 2011 zu verstehen. Dazu ist vielleicht noch wissenswert, dass sich das Lo Shu Quadrat eines Jahres gemäß der spezifischen „Lo Shu Ziffer“ dieses jeweiligen Jahres berechnet, die von Jahr zu Jahr rückwärts weitergerechnet wird:

2005: 4 2006: 3 2007: 2 2008: 1 2009: 9 2010: 8 2011: 7

In diesem Jahr ist also die Lo-Shu-Ziffer die 7. Sie steht im Zentrum, so dass sich das oben bereits abgebildete Quadrat ergibt, das ich hier noch einmal zeige:

 

Anders als in dem oben abgebildeten, ursprünglichen Lo Shu Quadrat kennzeichnet den Süden im Jahr 2011 der „Krankheitsstern“ zwei. Dieser gehört zusammen mit der drei, der fünf und der sieben zu den gefährlichen „fliegenden Sternen“. Wer im Jahr 2011 also seine Haustür, das Schlaf- oder Arbeitszimmer im Süden hat, muss laut „Feng Shui“ mehr aufpassen als sonst, dass er nicht krank wird. Denn der Krankheitsstern 2 kann Virusinfektionen ebenso wie ernste Gebrechen auf den Plan rufen. Als Heilmittel gegen diesen schwierigen Einfluss gilt gemeinhin - in Deutschland wenig bekannt -, der „Wo lou“. Dies ist ein kleiner Kürbisbehälter, dem meines Erachtens aufgrund seiner weichen, lumerischen Form nachgesagt wird, dass er Heilenergien habe. Die Theorie bezüglich der „lumerischen“ Form habe ich freilich selber aufgestellt, also nicht bei den asiatischen Meistern gelesen. Dennoch bin ich mir sehr sicher, dass ich Recht habe. Denn den positiven Effekt der Wu lous kann auch ich nur bestätigen – doch woher sollte er denn herrühren, wenn nicht von seiner Form? Aus der Tradition seiner Verwendung, wie oft begründet wird, meines Erachtens nicht.

In diesem Jahr sollte der Wu lou aus Metall und nicht aus Holz sein, damit er den Feuerenergien des Südens entgegenwirken kann. Einige Asiaten stellen die Wu lous übrigens nur paarweise auf, weil der „doppelte Wu lou“ in der Natur etwas ganz Besonderes ist.

 

Positive und negative fliegende Sterne

Doch ich möchte hier natürlich nicht nur die schwierigen fliegenden Sterne erläutern, daher kurz ein Überblick über die positiven Energien, die im Jahr 2011 wirken: So dürfen sich diejenigen, deren Eingang, Schlaf-, Wohn- oder Büroraum im Nordosten liegt, im Jahr 2011 über den glücklichen und förderlichen Einfluss der 1 freuen. Die 1 bringt positive Entwicklungen sowohl im Berufs- als auch im Familienleben, und wer unter den Geschäftsleuten diese mit einem Heilmittel noch zusätzlich verstärken möchte, der wähle den buddhistischen Klassiker: Das Siegesbanner, das im Jahr 2011 mit dem bösen Auge versehen wurde, so dass man 2011 alle Konkurrenten hinter sich lassen kann. Feng-Shui-Chinesisch? Da es zu weit führen würde, die Hintergründe der Heilmittel hier genau zu erläutern, kurz vier prominente Feng Shui - Seiten und - Shops (drei aus Asien und eine aus Deutschland), die ich nur empfehlen kann: www.wof.com (Homepage und Shop vom Lillian Too, sehr informativ!!), www.fengshuibestbuy.com oder www.buy-fengshui.com(zwei günstige Shops mit allen gängigen Heilmitteln, liebevoll erklärt) und – in Deutschland – www.fengshuiversand.de. „Wu lous“ erhält man z.B. auch bei dem deutschen Versand, ebenso die unten erwähnten „Pi Yaos“ (samt sehr freundlicher Bedienung). Doch leider ist die ausführlichere „Feng Shui Heilkunde“ käuflich noch in keinem deutschen Internetladen zu erwerben.

Weiter zu den positiven fliegenden Sternen von 2011: Die glücksbringende 8 befindet sich in diesem Jahr im Nordwesten. Diese Konstellation bedeutet zunächst einmal, dass das Jahr 2011 den Patriarchen der Familie, aber auch dessen Söhne in ganz besonderer Weise schützt. Doch insbesondere Männer und Frauen, deren Kua Zahl die 8 sowieso begünstigt, sollten unbedingt darauf achten, dass sie sich viel in den nordwestlichen Räumen ihres Hauses aufhalten (gegebenenfalls auch das Schlafzimmer oder Büro eine Weile lang dorthin verlagern).

Die sämtliche Entwicklungen stets potenzierende 9 hat sich in diesem Jahr im Westen eingenistet. Wobei allerdings ein wenig Vorsicht geboten ist, da sich in diesem Jahr auch die „“drei Tode“ (vgl. u.) hier situiert haben. Dennoch: Wer sich mit dem üblichen Heilmittel der „drei Wächter“ zu schützen weiß, sollte mit seinen westlichen Räumen im Jahr 2011 gutes Feng Shui leben können.

Der Romantik und Liebesdinge fördernde Stern 4 findet sich 2011 im Südwesten. Da die meisten Feng-Shui-Praktiker dem Südwesten sowieso eine ganz besondere Beachtung schenken, weil hier das Glück für Partnerschaft und zwischenmenschliche Beziehungen geschützt werden kann, gilt bezüglich der 4 im Jahr 2011 eigentlich nur folgendes Gebot: Zusätzlich in diesem Jahr Kristalle und insbesondere Kristallpyramiden aufstellen, um das Erdelement zu stärken. Schön für den Südwesten sind natürlich stets alle Arten von paarweisen Kristallfiguren, wie z.B. Herzen, Mandarinenten etc., welche symbolhaft das Glück in Liebesdingen verstärken.

Der himmlische Stern der 6 sitzt 2011 in der Wohlstandsecke, dem Südosten. Insofern gilt der Rat, sich in diesen Räumen viel aufzuhalten, wenn man an seinen Finanzen arbeiten möchte und diese mit Holz und Wasserelementen zu aktivieren. Da das Erdelement im Jahr 2011 ein wenig fehlt, geben Feng Shui Meister für das Jahr 2011 zudem den Rat, im Südosten einen Brunnen mit sich drehender Kristallkugel aufzustellen. Auch die sechs Münzen nicht vergessen, welche das Wohlstandsglück einmal mehr aktivieren!

Soviel zu den positiven Energien. Im Norden finden wir in dem obigen Lo-Shu-Quadrat von 2011 jedoch den Streitstern 3. Das bedeutet folglich, dass diejenigen, die ihr Schlafzimmer, ihr Büro oder ihre Haustür im Norden haben, sich im Jahr 2011 vor Streitigkeiten in der Familie oder im Beruf bis hin zu juristischen Prozessen schützen müssen. Es gibt ein spezifisches Heilmittel gegen die Macht dieses Sterns: das entflammte Dharma-Rad, das umgeben von Feuer gezeigt wird. Wem dies zu kompliziert ist, der beachte zumindest, dass er ein „quietschrotes“ Element in den Norden setzt. Denn auch dieses kann bereits ein wenig helfen, der Macht des unangenehmen Streitsterns gegenzusteuern.

Bezüglich der „dunkleren“ Sterne gilt das Jahr des „goldenen Hasen“ 2011 als ein ganz besonderes Jahr, weil sowohl der Süden, der Norden, der Osten als auch der Westen durch negative „fliegende Sterne“ belastet sind. Bereits im Herbst letzten Jahres begannen die asiatischen Feng Shui Meister daher mit Warnungen, die sich vor allem an das „Zentrum“ der Welt richteten (den nordafrikanischen Raum bis hin zu Griechenland/Türkei), als auch gen Osten. Denn der Gewaltstern 7 sitzt dieses Jahr im Zentrum des Lo-Shu-Quadrates, weshalb sich Hausbewohner, die z.B. ihr Wohnzimmer im Zentrum der Wohnung haben und dieses viel benutzen, zumindest mit zwei kleinen blauen Nilpferden schützen sollten. Diese werden innen vor den Haupteingang gestellt. Nilpferde (oft auch zusammen mit einem Elefanten) gelten als die Klassiker gegen den Gewaltstern 7, und da in diesem Jahr das Wasserelement besonders harmonisierend gegen die Sieben wirkt, sind viele Heilmittel in jüngerer Zeit auf den Markt geworfen worden, welche die Nilpferde nicht nur in blauer Farbe, sondern auch zusammen mit einem Wasserelement zeigen. Wie heftig der Gewaltstern Sieben aktuell zugange ist -der nicht nur Streit, sondern auch Diebstahl bedingt -, kann politisch leicht beobachtet werden. Doch wenn der eine oder andere, der in diesem Jahr schon viele innerfamiliäre Konflikte erlebt hat, nun hofft, mit Hilfe des Nilpferdelementes rasch in seiner Familie für Frieden sorgen zu können, den muss ich ein wenig enttäuschen. In Bezug auf den Gewaltstern gilt, dass man tunlichst bereits vor Beginn des Mondjahres mit den notwendigen Heilmitteln Vorsorge treffen sollte. Denn ist der Konflikt einmal ausgebrochen, so kann man ihn mit den Gegenmitteln nur noch lindern. Ein altbekanntes Feng Shui Heilmittel gegen bereits bestehende Konflikte sind eine oder mehrere Glaskugeln, die man auf den Wohn- oder Esstisch im Zentrum der Wohnung stellt. Denn die runde Form vermag Spannungen aufzugreifen und in Harmonie zu transformieren.

Ganz besonders verletzt ist in diesem Jahr der Osten. Das Erdbeben in Japan konnte von den Feng Shui Meistern zwar nicht „vorhergesehen“ werden, doch es gab zeitige Warnungen, dass der asiatische Raum – betrachtet man die Weltkarte gemäß Feng Shui Richtlinien - im Jahr 2011 einer ganz besonderen Gefährdung unterliegt. Denn sowohl der „Großherzog Jupiter“ als auch die „tödliche Fünfgelb“ residieren in diesem Jahr im Osten. Es war dann leider Japan, welches die schlimmste Bürde auf sich nehmen musste -, und trotzdem wir nun bald schon die erste Hälfte des Mondjahres 2011 überstanden haben, wird „die Giftigkeit“ des Fünfsterns gerade jetzt noch offensichtlich. Denn die radioaktive Verseuchung wird noch das ganze Jahr und darüber hinaus Japans Menschen und auch deren Wirtschaft sehr belasten.

Für 2011 gilt: Weg aus dem östlichen Bereich - sowohl in der Wohnung als auch im Haus!!“ Denn was für die Weltkarte gilt, findet entsprechend auch im häuslichen Bereich statt. Wer also sein Schlafzimmer im Osten hat oder aber das Arbeitszimmer hier, der sollte diese Zimmer in 2011 nach Möglichkeit räumen und nicht benutzen. Auf keinen Fall jedoch mit dem Kopf in Richtung Osten schlafen oder in diese Richtung beim Arbeiten blicken! Das ist ein sehr ernst gemeinter Ratschlag, denn wenn Familien plötzliche Unglücke treffen bis hin zu totalem Verlust und Todesfällen, so ist oft der gelbe Fünfstern mit im Spiel. Aus dem gleichen Grund sollte man daher auf keinen Fall im Jahr 2011 in den östlichen Bereichen von Haus oder Wohnung Renovierungen durchführen! Denn dies würde bedeuten, die tödliche Fünfgelb extra herauszufordern. Ein Heilmittel, das jedem möglich sein sollte, der im Jahr 2011 östlich liegende Räume nutzen muss, ist das Aufhängen von sechs antiken chinesischen Münzen, wie man sie in jedem Feng Shui Shop erhält. Diese sollte man mit einem roten Bank zusammenbinden und ans (Ost)Fenster oder über die (Ost)-Tür hängen.

Auch sollte das Licht das ganze Jahr 2011 über im östlichen Bereich vermieden werden, da Feuer den gelben Fünfstern ganz besonders anstachelt. Grundsätzlich wendet man im „Kampf“ gegen die Plage des gelben Fünfsterns den Elementekreislauf der Erschöpfung und nicht den der Zerstörung an: Im aktuellen Zeitzyklus gilt das Aufstellen einer Messing- oder Goldpagode daher als das beste Heilmittel: In ihr Inneres gibt man die Erde vom eigenen Grundstück, so dass das Erdelement, welches die Fünfgelb nährt, symbolisch eingefangen wird.[1]

Wie bereits angemerkt residiert in diesem Jahr auch der Großherzog Jupiter im Osten (Tai Sui). Selbst wenn dieser stets nur 15 Grad einnimmt, so will doch auch er mit gebührendem Respekt behandelt werden. Daher gilt auch hier: Fordere ihn nie heraus – und stelle, um den Großherzog zu besänftigen, „Pi Yao“- Figuren im Osten auf, die man in jedem guten Feng Shui Shop bereits für wenig Geld erhält.

Zu der letzten der „drei alljährlichen Plagen“ gehören noch die „drei Tode“ („Sarm Saat“). Anders als beim Großherzog Jupiter darf man diese gerade nicht aus den Augen lassen, d.h. ihnen gerade nicht den Rücken zukehren. Die Feng Shui Meisterin Lillian Too gibt daher den ungewöhnlich klingenden Hinweis, ruhig jedes Jahr die Möbel so umzustellen, dass man den Sektor, in dem sich die drei Tode befinden, nicht unabsichtlich im Rücken hat.[2] Für die drei Tode, die stets einen kompletten Winkel von 90 Grad einnehmen, gilt (ähnlich wie oben) der Hinweis, dass dieser Bereich für alle Arten von Renovierungen während des gesamten Jahres Tabu ist! Wo die „drei Tode“ in diesem Jahr zu verorten sind? In den Jahren des Schweins, des Hasen und des Schafs sitzen sie stets im Westen, im Jahr des Affen, der Ratte und des Drachens im Süden, im Jahr des Hundes, des Pferdes und des Tigers im Norden und im Jahr des Büffels, des Hahns und der Schlange im Osten. In diesem Jahr des goldenen, dem Element Metall zugehörenden Hasen befinden sie sich daher im Westen.

Mit der Hoffnung, einen kleinen Einblick in die Komplexität des Feng Shui gegeben zu haben, schließe ich hier. Dies auch mit dem Versprechen, in Zukunft rechtzeitiger Einblick in die Jahressterne zu geben und – falls ich es zeitlich schaffe –, baldmöglichst damit zu beginnen, auch die monatlichen Beeinträchtigungen regelmäßig ins Netz zu stellen......

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(1) Vgl. hierzu auch: Lillian Too, Feng Shui total, München 2004, S. 152.
(2) Dies., Feng Shui Lebensplaner, München 2006, S. 103.

 

 

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